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Generationen-Gap auch bei Nachhaltigkeitsthemen

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Generationen-Gap auch bei Nachhaltigkeitsthemen
Christiane_Zimmer

Von Christiane Zimmer, Senior Consultant, Frankfurt

Leben wir im Zeitalter der „Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass“-Mentalität? Eine ausgewachsene Kritik-und-Meinungskultur ist in Deutschland allgegenwärtig. Ebenso wie die Kritik an dieser Kritik.

Sei es bei Themen wie Klimawandel, Geschlechter(un)gleichheit oder dem Umgang mit Waffen zur Verteidigung von Demokratie und Freiheit. Besonders kritisch scheint die Generation Z (die 16- bis 24-Jährigen) zu sein. Sie kritisiert die Elterngenerationen, die ihnen den Schlamassel der heutigen Krisen eingebrockt haben. Sie kritisiert, dass jeder nur an sich denke und zu wenig an die Gemeinschaft. Während die Eltern zu viel gearbeitet haben und als Generation Burn-out gelten, will die GenZ es besser machen und sich mehr um ihre Work-Life-Balance kümmern. Sie setzt sich für Frieden und Klimagerechtigkeit ein, weil vorherige Generationen in ihren Augen versagt haben.

Unterstützt werden die jungen Menschen bei ihrem Protest von (sozialen) Medien, denn ihre Art der Kritik ist gut für „Klicks“ – überhaupt ist Kritik gut für „Klicks & Likes“. „Only bad news are good news“ – hieß es schon früher, und je reichhaltiger und interaktiver die Medienlandschaft ist, desto besser verkauft sich diese Weisheit.

Kritisieren ohne den Wandel im Denken und Handeln bringt nichts

Kritik ist wichtig. Sie ist essenziell für eine Demokratie. Denn sie ist im besten Fall die Quelle zu einer neuen, besseren Denkweise und mündet in neuen Handlungen. Ein Fluss der stetigen Veränderung und Erneuerung – auch Evolution genannt. Wenn aber der Schritt zur Veränderung im Denken und damit auch der Schritt zu neuem Handeln ausbleibt, verharrt man in einer Depression. So beschreiben Psychologen die Angst der jungen Generation.

Die Kritik der GenZ verhallt im Dunst der Kritikverdrossenheit. Sie verebbt aber auch in der Inkonsequenz des eigenen Handelns, wie der aktuelle Nachhaltigkeitskompass 2023 von Instinctif bestätigt. Obwohl die junge Generation die einfallslosen Klimaschutzmaßnahmen von Politik und Wirtschaft kritisiert, hält sie sich selbst in ihrem eigenen Lebensstil auch für wenig nachhaltig. Die Kostspieligkeit eines nachhaltigen Lebens widerspricht ihren eigenen Erwartungen.

Nachhaltigkeit bleibt der einkommensstarken Generation überlassen. Nachhaltig ist der, der es sich leisten kann. Den anderen bleibt die Kritik – am liebsten an dem Handeln der anderen. Und da kommt die „Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass“-Mentalität zum Tragen. Dabei funktioniert nachhaltiges Handeln auch unabhängig von Generationen oder Einkommen Aber nur, wenn es unkompliziert ist, wenn alle mitmachen, und es sich lohnt. So geschehen beim Energiesparen infolge der Energiekrise oder dem Recycling infolge der Einwegpolitik.

Umso wichtiger ist es, aus dem Singsang der Kritik-Kultur in einen neuen Kanon des Handelns zu kommen. Einem Handeln, das für alle umsetzbar ist. Hier müssen Medien, Unternehmen, Politik und Aktivisten orchestriert agieren: Könnte zu Beginn weniger „Klicks“ bringen, wäre aber für ein echtes nachhaltiges Denken und Handeln äußerst lukrativ.

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