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Die ökologische und nachhaltige Transformation in Europa – eine Renaissance der Schwerindustrie

Public Affairs
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Die ökologische und nachhaltige Transformation in Europa – eine Renaissance der Schwerindustrie
Bernd_Buschhausen

Von Bernd Buschhausen, Managing Partner

Bewegt man sich heute auf internationalen Wirtschaftstagungen, nationalen Green-Tech-Konferenzen oder transatlantischen Dialogen zur Außen- und Sicherheitspolitik, taucht in dem Diskurs unter Experten und Entscheidungsträgern immer häufiger ein chemisches Element auf: Lithium.

Lithium ist das leichteste Metall auf der Erde, kommt relativ häufig vor, muss aber aufwändig abgebaut, verarbeitet und raffiniert werden. Und wir brauchen viel davon.

Denn Lithium ist essenzieller Bestandteil von Akkus – für kleine Geräte wie Smartwatches, aber auch für Elektroautos. Ohne Lithium keine Elektrifizierung, keine Digitalisierung, keine Dekarbonisierung in Europa. Laut Expertenprognosen dürfte sich der weltweite Lithium-Bedarf gegenüber 2017 bis zum Jahr 2028 fast verzehnfachen – auf dann jährlich rund 1,6 Millionen Tonnen Lithium für Akkus.

Das Beispiel unterstreicht auch: Ohne Rohstoffe, ohne wichtige Werk- und Wertstoffe wie Lithium, Aluminium oder Kupfer, ohne die damit verbundenen Schwerindustrien für Abbau und Verarbeitung kann es keine ökologische und nachhaltige Transformation geben. Um den ökologischen und digitalen Wandel zu vollziehen, muss die EU ihre Versorgung mit kritischen Rohstoffen erheblich steigern und diversifizieren, die Kreislaufwirtschaft stärken und Forschung und Innovation unterstützen.

Mit dem „Critical Raw Materials Act“ hat die Europäische Kommission ein umfassendes Maßnahmenpaket vorgeschlagen, welches eine sichere, diversifizierte, bezahlbare und nachhaltige Versorgung mit kritischen Rohstoffen für die EU gewährleisten soll.

Zu den Handlungsbereichen der Initiative gehören unter anderem:

  • Festlegung klarer Prioritäten: Die Verordnung enthält nicht nur eine aktualisierte Liste kritischer Rohstoffe, sondern auch eine Liste strategischer Rohstoffe, die für unsere Zukunftsfähigkeit benötigt werden.
  • Sichere und widerstandsfähige Lieferketten für kritische Rohstoffe in der EU: Durch die Verordnung wird der Verwaltungsaufwand verringert und die Genehmigungsverfahren für einschlägige Projekte in der EU vereinfacht.
  • Investition in Forschung, Innovation und Kompetenzen:  Die Kommission wird die Akzeptanz und den Einsatz bahnbrechender Technologien im Bereich der kritischen Rohstoffe fördern.
  • Strategische Partnerschaften: Die EU will mit zuverlässigen Partnern daran arbeiten, ihre eigene wirtschaftliche Entwicklung durch den Aufbau von Wertschöpfungsketten in den jeweiligen Ländern nachhaltig zu fördern.

Die Rohstoffverordnung soll bis zum Ende des Jahres ausgestaltet werden. Wir benötigen dabei Tempo und Engagement in Politik, Gesellschaft und Wirtschaft. Denn die Bedeutung der Rohstoffe geht über die Kosten hinaus – sie sind unser Schlüssel für unsere Zukunft.

Kommunikation spielt dabei eine, wenn nicht gar DIE zentrale Rolle: Kommunikation von und für mehr Nachhaltigkeit:

  • Wir müssen Rohstoffe verstärkt ins öffentliche Bewusstsein rücken und ihnen mehr Priorität einräumen. Der grüne Wandel wird nicht bedeuten, dass Bergbau und Schwerindustrie verschwinden. Ganz im Gegenteil, diese gehören zu den Hauptakteuren bei der ökologischen und nachhaltigen Transformation.
  • Eine effektive Kommunikation ist entscheidend. Zum einen, um das öffentliche Bewusstsein und die Akzeptanz dafür zu erhöhen, dass wir diese Industrien brauchen. Zum anderen, damit diese Branchen ihr derzeitiges Haupthindernis überwinden können: ihr negatives Image.
  • Partnerschaften müssen geschaffen und Vertrauen ausgebaut werden. Im Wandel liegt die Zukunftsfähigkeit Europas, wenn wir ihn als Chance begreifen, kommunizieren und angehen. Damit diese Entwicklung zum Erfolg führt, bedarf es eines ehrlichen Zusammenspiels aller Akteure in Gesellschaft, Wirtschaft und Politik. 

Denn heute ist klar: Die verschiedenen Interessen liegen nicht mehr diametral zueinander, sondern ein Mehr an Nachhaltigkeit bedeutet auch ein Mehr an Sicherheit und Zukunftsfähigkeit in unserem globalen Wirtschaftssystem.

Deutschland ist ein Land mit großer unternehmerischer Innovationskraft und starken Industrien. Damit die ökologische und nachhaltige Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft gelingen kann, müssen wir die Ideen und Technologien in diesem Bereich groß machen. Die Transformation ist somit eine Renaissance der Industrie, denn ohne sie wird der Wandel nicht stattfinden.

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