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Nachhaltigkeits-Barometer 2022: Steigende Inflation wird größte Sorge

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Nachhaltigkeits-Barometer 2022: Steigende Inflation wird größte Sorge

Nachhaltigkeits-Barometer 2022: Steigende Inflation wird größte Sorge – Unternehmen müssen bei Nachhaltigkeit glaubwürdiger werden

  • Inflation, finanzielle Sicherheit und Gesundheit dominieren die individuellen Prioritäten
  • Klimawandel bleibt die wichtigste Herausforderung für die Gesellschaft
  • Hohe Erwartungen an Wirtschaft und Politik
  • Unternehmen müssen glaubwürdiger handeln und stringenter kommunizieren

Köln, Frankfurt, München, Berlin, 28. September 2022 – Zum dritten Mal in Folge hat Instinctif Partners in seinem Nachhaltigkeits-Barometer die Deutschen zur Nachhaltigkeit in der Gesellschaft befragt. Nach einem weiteren COVID-19-Winter und unter dem Eindruck der aus dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine neu entstandenen Herausforderungen sowie steigender Inflation stehen für die Deutschen finanzielle Sicherheit und Gesundheit an oberster Stelle der individuellen Prioritäten. Insbesondere die steigenden Lebenshaltungskosten werden als Problem gesehen. 77 Prozent der Bevölkerung sehen hier eine Verschlechterung – ein drastisches Plus von 31 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr. Als gesellschaftlich größte Herausforderung wird von mittlerweile drei Viertel der Befragten unverändert der Klimawandel eingestuft – ein weiterer Anstieg gegenüber den Vorjahren. 68 Prozent sehen den Klimawandel sogar als das wichtigste Thema unserer Zeit. Dieser Wert hat sich gegenüber dem Vorjahr um 6 Prozentpunkte erhöht.

Insgesamt wurden von Instinctif Partners und ihrer Marktforschungstochter Truth im Mai 2022 mehr als 2.000 Deutsche repräsentativ zu den Themen Nachhaltigkeit, Klimawandel, den Auswirkungen der Pandemie und ihrer grundsätzlichen Einstellung befragt. Im Fokus standen dabei die längeren Trends und Haltungen.

„Unsere Umfrage spiegelt die derzeitige Gemengelage aus multiplen Krisen wider. Der Pessimismus über die künftige Entwicklung in Deutschland, Europa und der Welt ist gestiegen und die Zuversicht für ein erfolgreiches Agieren von Politik und Wirtschaft gesunken“, sagt Carsten Böhme, Managing Partner bei Instinctif Partners.


Skeptischer Blick auf die Welt

Im Angesicht zahlreicher nationaler und internationaler Herausforderungen blicken die Befragten skeptisch auf die Welt und ihre Entwicklung. Krieg, Pandemie, Inflation und wirtschaftliche Unsicherheit sowie die Unsicherheit über die gesellschaftliche Entwicklung führen dazu, dass 61 Prozent der Meinung sind, dass sich der Zustand der Welt verschlechtere. In der Vorjahresumfrage lag dieser Wert noch deutlich niedriger bei 49 Prozent. 29 Prozent waren unentschlossen über die Entwicklung und lediglich 8 Prozent erwarten eine Verbesserung der Situation.

Für 85 Prozent der Befragten stellen die steigenden Lebenshaltungskosten einen Grund zur Besorgnis dar. 75 Prozent rechnen mit wirtschaftlicher Instabilität und dem Risiko einer Rezession. Aber auch Nachhaltigkeitsthemen geben den Deutschen Grund zur Sorge. 80 Prozent äußerten die Sorge um das Waldsterben und die Verschmutzung der Meere durch Plastik. Und knapp 70 Prozent stuften das Artensterben als Ursache für Besorgnis ein.

Wenig Vertrauen in die Wirtschaft

Im Rahmen von Nachhaltigkeitsaktivitäten und dem Kampf gegen den Klimawandel kommt der Wirtschaft eine besondere Rolle zu. Zu den wichtigsten Themen des Verantwortungsbereichs von Unternehmen zählen die Befragten: ehrliche und transparente Produktbeschreibungen (84 Prozent) und eine ebensolche Kommunikation (81 Prozent). Weitere Stellschrauben aus Sicht der Befragten sind die verstärkte Entwicklung von nachhaltigen Produkten (81 Prozent) und die einheitliche, gleiche Bezahlung von Männern und Frauen (81 Prozent). Zudem sahen 79 Prozent die Notwendigkeit, dass Unternehmen ihre Büros, Produktionsstätten und Geschäftsmodelle insgesamt nachhaltiger betreiben sollten.

Mit Blick auf die Einschätzung ihrer bisherigen Aktivitäten werden Unternehmen jedoch kritisch gesehen. Fast die Hälfte der Befragten (46 Prozent) ist nicht oder gar nicht zuversichtlich über das Nachhaltigkeitsengagement von Unternehmen. Nur mehr 26 Prozent sind zuversichtlich, dass die Maßnahmen der Unternehmen Wirkung zeigen. Dazu passt, dass 47 Prozent der Befragten den Unternehmen in ihren Aussagen zum Umgang mit den Klimawandel keinen Glauben schenken. Lediglich 26 Prozent vertrauen den Aussagen der Unternehmen.

„Die Mehrheit der Verbraucher misstraut den Aussagen von Unternehmen zu ihren Nachhaltigkeitsaktivitäten. Die Kommunikation der Unternehmen muss diese Distanz überwinden und mit konkreten Beispielen Vertrauen aufbauen“, sagt Götz Schlegtendal, Managing Partner bei Instinctif Partners.

Besonders den Energiesektor (64 Prozent) und die Automobilbranche (59 Prozent) sowie die Supermarktketten (56 Prozent) sehen die Befragten in der Pflicht für eine explizite und glaubwürdige Strategie für mehr Nachhaltigkeit und weniger Emissionen.

Erwartungen an Politik im Engagement gegen Klimawandel steigen

Da die Wirtschaft nicht als entschlossener Akteur gesehen wird, steigen die Erwartungen an die nationale und internationale Politik. Die Mehrheit der Befragten ist jedoch skeptisch, was das Engagement der Bundesregierung in Bezug auf den Klimawandel betrifft. Sie sind der Ansicht, dass die Aktivitäten der Politik auf nationaler und europäischer Ebene nicht ausreichen, um die Herausforderungen des Klimawandels anzugehen. Für Deutschland glauben das 40 Prozent, auf EU-Ebene sogar 43 Prozent.

Eigenes nachhaltiges Handeln im Alltag fällt schwer

Das individuelle nachhaltige Handeln scheint unverändert eine Herausforderung zu sein. Einfache Handlungen, wie der Gebrauch wiederverwertbarer Einkaufstaschen (84 Prozent) oder Recycling (77 Prozent), werden regelmäßig oder immer von den Befragten umgesetzt. Bei anderen Handlungsoptionen nimmt der Anteil schnell ab.

Am schwersten fällt den Befragten die Entscheidung für eine nachhaltige Geldanlage (28 Prozent). Ein besonders interessanter Aspekt, da die EU gerade auf die Kapitalmärkte setzt, um nachhaltiges Handeln in der Wirtschaft zu erzwingen. Nur 25 Prozent sagen, dass es ihnen bei Kapitalanlagen leichtfällt, eine nachhaltige Entscheidung zu treffen. Bei der Nachhaltigkeit von Lebensmitteln und ihren Verpackungen trauen sich zumindest jeweils 54 Prozent eine nachhaltige Entscheidung zu.

Gefragt nach den Gründen, warum Entscheidungen nicht unter Nachhaltigkeitsgesichtspunkten getroffen werden, nannten 42 Prozent die zusätzlichen Kosten, die häufig damit verbunden seien. 32 Prozent nannten aber auch verwirrende Informationen als Grund. Und immerhin 27 Prozent sind der Ansicht, dass sie bereits ausreichend nachhaltige Entscheidungen träfen.


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